Verfasst von: lukashd | Februar 10, 2009

Central Cardamonts oder Neujahr pt.2

Unser naechstes Ziel war Tatai, ein kleines Dorf am Fusse des Cardamont Gebirges. Meine Mutter hatte eine sogenannte Oeko-Lodge, welche nur per Boot erreichbar war als unsere Bleibe auserkoren, welche ihren Energiebedarf aus Sonnenlicht und einen grossteils des Duschwassers aus aufgefangenem Regen zu decken versuchte. Ich wollte von hieraus eine Tour in den Jungel starten doch musste bald feststellen das nur Tagesausfluege zu unternehmen waren, die meinen Hunger nach Wildnis wohl kaum befriedigt haetten. So machte ich mich am darauffolgenden Tag ohne meine Mutter (sie entschied sich fuer ein Programm mit Ausfluegen zu Waserfaellen und Paddelboottouren) auf den Weg nach Thma Bang, einer 500 Familien grossen Komune inmitten der Berge, in der ich nach zwei anstrengenden Stunden Fahrt ueber Schotterpisten in einer Rangerstation ankam.Ich wurde freundlich begruesst und nachdem ich mein Vorhaben erklaert hatte wurde mir ein sehr netter Guide zugeteilt, der frueher sogar einmal ein Moench gewesen war (bis ihn Amors Pfeil traf…) und mit dem ich alle Vorbereitungen fuer 4 Tage Jungeltrekking traf.

Jungelbrücke

Jungelbrücke

Zufaellig traf meine Ankunftszeit genau den Beginn des chinesischen Neujahrs, welches in Cambodia durch 3 taegiges Feiern zelebriert wird. So wurde ich abends gleich zum Vorstand des Dorfes zum koestlichen Essen eingeladen, welches ich mit seiner Familie geniessen durfte. Danach versuchten mich mein Fahrer und mein Guide Mr. Dükk zum Tanz auf dem Ortsplatz zu animieren, was ich jedoch sehr anstrengend empfand da sobald ich anzeichen rhytmischer Koerperbewegung machte ich von einheimischen, gaffenden Taenzern umrundet wurde…naja. Am nachsten Tag ging es dann los. Nachdem wir noch weiter im Gebirge abgesetzt wurden liefen wir am ersten Tag an eine Stromschnelle im Fluss, an der ich mich den restlichen Tag im Wasser vor der sengenden Hitze zu schuetzen versuchte. Wir schliefen unter freiem Himmel in Haengematten oder zumindest versuchte ich es, was jedoch eine echt schwierige Aufgabe war…

...auf dem Weg zum Wasserfall!

...auf dem Weg zum Wasserfall!

Am naechsten Tag kamen wir in der Rangerstation von Areng an, einem weiteren kleinen Dorf.Nachdem wir uns etwas ausgeruht hatten wollten wir noch zu einem nahen Wasserfall um noch etwas zu baden, doch so sollte es nicht kommen. Auf dem Weg kam uns ein Traktor voller groehlender Eineimschen entgegen, die gerade 2 ueberdimensionale Boxen zu dem Wasserfall kutschieren wollten.Sie luden uns ein aufzusteigen. Am Wasserfall hatten sich schon allerlei Luete eingefunden als wir ankamen und wir waren bald ein weiteres mal zum Essen eingeladen(unter anderem gab es Hundewelpe…). Leider hatte mir keiner erzaehlt, dass Areng fuer seinen Starken Reisschnaps bekannt ist und so tranken wir, da jeder mal mit dem ersten Touri im Dorf einen heben wollte uzaehlige Glaeser Reisschnaps, der mich auch bald zu den anderen Tanzenden befoerderte. Am spaeten Nacmittag packten alle und machten sich auf den Heimweg. Wir waren eingeladen Abends auf dem Dorfplatz weiter zu feiern. Es kam wie es kommen musste, die oertliche Polizeibrigade hatte noch nicht mit uns getrunken und wollte die Gelegenheit natuerlich nicht missen…an viel mehr kann ich mich auch nicht erinnern…ich glaube ich habe in dieser Nacht auf unserem Heimweg zum ersten mal einen Motorroller mit 3 Pasagieren gefahren, bin mir aber nichtmehr sicher.

Hate it or love it!

Hate it or love it!

Verstaendlicher Weise  etwas traege machten wir uns am naechsten Morgen auf den sehr schoenen Weg durch den Jungel abermals zu einem Fluss, wo wir unsere letzte Nacht unter freiem Himmel verbrachten. Am naechsten Morgen dann wurden wir abgeholt und zurueck zu Mr.Kidd, dem Hauptranger von Thma Bang. Ich machte mich noch am selben Tag auf nach Thailand.

Auch wenn ich mir das eigentlich Trekking etwas anders oder bessergesagt etwas wilder vorgestellt hatte, hatte ich eine schoene Zeit und  die Gelegenheit tiefe Einblicke in den Kampf der Ranger gegen Wilderei zu bekommen. Neben dem ganzen Feiern konnte ich auch einen Blick auf Cambodianer werfen , die noch urspruenglich leben und war von der gutherzigen  Mentalitaet positiv ueberrascht.

Verfasst von: domisie | Februar 3, 2009

Verlaufen!

Nachdem wir uns also getrennt hatten, war ich darauf angewiesen, den nächst besten Vietnamesen nach dem Weg zu fragen. Ich haette wissen muessen, dass das wieder zu nichts fuehrt. So stieg ich in den 504 Stunden Sleepingbus (nach Deuscthand) ein , den sein Bruder fuhr und dann das. WIEN! Der geplante Ankunftsort (Heidelberg) wurde erst gar nicht angesteuert, erfuhr ich im Nachhinein, somit wurde ich wiedermal ueber den Tisch gezogen. Also nutzte ich die Moeglichkeit, tourte durch Wien und besuchte den Stephansdom, das Mozarthaus, den Praterstern usw.Wien an sich ist eine sehr schoene Stadt, mit grossen Prunkbauten aus Kaiserszeit und kleinen netten Cafehaeusern, in denen sich  die oestereichische Politik abspielt, da sich in den Cafehaeusern Hinz und Kunz treffen und ueber alles moegliche diskutieren und entscheiden. So genoss ich die Zeit bei einer Melange (Cappucino) und Wohnungsbesichtignungen, da ich mich natuerlich nicht verlaufen hatte, sondern auf Wohnungssuche war. Leider muss man sagen, gilt das Prinzip „von aussen hui von innen pfui“ So schoen die aeussere Verkleidung auch ist, von innen sind viele Wohnungen ziemlich verkommen…

DominiqueVor dem Stephansdom

Verfasst von: lukashd | Februar 2, 2009

Sihanoukville

Mit Sihanoukville besuchten wir nun also den 3. und letzten touristisch ausgebauten, aim Sueden gelegenen Platz Cambodias. Und wahrlich, als wir abends aus dem Bus stiegen und uns von einem TukTuk an das reservierte Resort kutschieren liesen, kam es uns wie eine Fahrt durch den „Ballermann“ vor. Die Strassen zum Strand waren hell erleuchtet von Reklame und ueberall wurde „Bucket-drinkin“ oder „Happy“-Fruitshakes versprochen. So entschlossen wir uns spontan-obwohl ich mich anfangs gegen eine weitere Planaenderung weigerte- weiter zum 8km entfernten „Otres“ -Strand zu fahren, der noch nicht so „gepraegt“ seien sollte.

Nachdem wir durch die stockfinstere Nacht gekurvt waren, wobei unser Fahrer sogar noch einen Kollegen auflud, da ihm die alleinige Fahrt ueber die Schotterpisten nachts zu gefaehrlich war, kamen wir an und landeten, nachdem wir uns durch ettliche, leider schon volle Bungalowkomplexe gekaempft hatten im „Two Dolphins“. -Kein Strom (Das Licht unserer Zimmer wurde von Autobaterien gespeist!),-kein warmes Wasser und besonder schoen oder freundlich war unsere Bleibe auch nicht.Dafuer konnten wir die naechsten Tage den Luxus der Ruhe geniessen.

Morgens am Strand...

Morgens am Strand...

Nach einigen Tagen entschlossen wir uns noch einen Bootstrip zu den vorgelagerten Inseln zu unternehmen und wurden auch hier nicht enttaeuscht.Begleitet wurden wir von Udo und Tina, die wir am Tag zuvor kennengelernt hatten. Unser Boot war noch neu und unseren beiden Fahrer bemuehten sich wie sie auch konnten unsere Wuensche zu erfuellen.Wie wir spaeter herausfanden war es ihre erste Tour…Im Gegensatz dazu stand der Wasserfall im „Ream“-Nationalpark, von dem mir ein Moto-Fahrer versprochen hatte, dass er „The very best“ sei. Das gesamte Gelaende war trotz des hohen Eintrittsgeldes total verschmutzt und dauernd umschwirrten einen Kinder, die versuchten uns ihre Waren zu verkauffen-naja fuer ein paar Fotos reichte es aus.

Fette Beute!

Fette Beute!

Allgemein war Sihanoukville fuer ein paar Tage Sonne und Entspannung genau dass, was wir nach den staubigen Erkundungstrips durch die Tempel von Ankor brauchten.

Verfasst von: lukashd | Januar 30, 2009

The easy way ?

Wer schonmal aermere Regionen unserer Erde bereist hat kennt das Problem: Bettler. Sie erwarten einen an fast allen touistisch atraktiven Orten, Maerkten und Sehenswuerdigkeiten, sind aber natuerlich auch im ganz normalen Alltagsleben anzutreffen.Vielen davon geht es wirklich schlecht und in einem Land mit einer schweren Vergangenheit wie Cambodia gibt es auch viele Verstuemmelte, die wirklich keine Chancen haben und ein klaegliches Leben leben muessen.

Blinde Bettlerin auf dem Markt

Blinde Bettlerin auf dem Markt

In einem Land indem man fuer ehrliche Arbeit oftmals nur wenig verdient- ein hoeherer Hotelangestellter manchmal nicht mehr als 50 USD im Monat- kann betteln jedoch auch einfach eine lukrative Alternative sein. Wenn man sich ranhaelt hat kann man an einem Tag am Strand sicher 10 USD zusammenkratzen und das hochgerechnet laesst einen schon ueberlegen…

Kinder suchen nach Leergut

Kinder suchen nach Leergut

 

Vorallem um die Tempel von Angkor hat sich eine besondere Art durchgesetzt: Kinder. Oftmals versuchen sie einem den billigsten Plunder oder Postkartenpakete anzudrehen, doch dem schuldlosen Blick und den kullernden Augen koennen nur die wenigsten wiederstehen…Man koennte jetzt meinen, nach der Schreckensherrschaft der Khmer-Rouge wuerden vorallem die Elter verhindern, dass ihre Toechter und Soehne in einen solchen Teufelskreis hineinwachsen und anstatt so ihren Alltag zu verbringen lieber zur Schule bringen sollten, aber vielleicht sehen sie gerade durch ihre eigene Vergangenheit, in der ihnen Bildung untersagt war dieses Thema als nicht weiter von Noeten an und vielleicht ist es auch mal wieder einfach zu lukrativ.

Opfer gefunden...

Opfer gefunden...

Schon in Phnom Penh fallen einem die vielen Hilfsorganisationen auf, die sich speziell fuer die Rechte von Kindern einsetzen und versuchen Touristen ueber moegliche Kinderarbeit etc zu informieren. So gibt es z.b. gefakte Kinderheime denen Unwissende nach einem Besuch gerne eine Spende ueberlassen, welche letztendlich jedoch keinem Beduerftigen zukommt oder den Kindern, die aus der Nachbarschaft zusammengetrommelt wurden…Leider scheinen diese Organisationen in Siem Reap allerdings noch nicht vetreten zu sein oder schreiten aus anderen Gruenden hier nicht ein. Ich hoffe, dass sich mit dem bald zu erwartenden touristischen Aufschwung hier bald etwas aendern wird-bis dahin versuche ich zu wiederstehen und kaufe meine Karten woanders…

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Who ever travelled poorer regions on our earth knows the problem: Beggars! They await you on all the touristic places, markets and sights, but are also knewn in daily life. Many of them lead a really bad life and in a country with a history as Cambodia, there are also many invalids, who really have no chance and live a sad life.

In a country where you often earn minimum wages by honest work – a higher hotel-worker often not more than 50 USD in a month- begging can be a lucrative alternative. If you really try you can surely earn about 10 USD on the beach a day and if you gross up this you might start to think…

Around the tempels of Angkor there is a special kind: Children. Often they try to sell you the cheapest stuff or postcards, but only the fewest resist the blameless faces and the round eyes…You might now think that after the reign of terror of the Khmer-rouge especially parents would try to save their sons and daughters from this vicious circle and instead better get them to go to school, but maybe exactly their history, when education was forbidden, makes them dont care about it and mayby its just to lucrativ again…

Already in Phnom Penh many aid-organisations stand out, who especially work for the rights of children and try to inform tourists about possible childwork. There is stuff like faked orphanages where unknowing people after a visit often like to leave a bounty, which finally doesnt achieves indigents or the children who were collected in the neighbourhood…Sadly those organisations are jet not available in Siem Reap or dont interfere for other reasons. I hope that with the soon exceptet touristic boom something will change here-till that point I will buy my postcards anywhere else…

 

Verfasst von: lukashd | Januar 30, 2009

Siem Reap und die Tempel von Angkor

Als wir in Siem Reap anlegten wurde unser Schiff schnell von einer Horde wilder Tuktuk Fahrer gekapert, die einen befummelten, anschrien und den Weg verperrten, um irgendwie den Auftrag zu erhalten einen in die Stadt zu fahren. Als meine Mutter dann noch spontan entschloss unser geplantes Gaestehaus als schlecht abzustempeln und anfing sich von den Fahrern beschwaetzen zu lassen, die sich mittlerweile alle um uns draengten, da wir die letzten verbliebenen Touristen ohne Fahrer waren, platzte mir beinahe der Kragen…

Fuer seine vielen Gesichter bekannt

Fuer seine vielen Gesichter bekannt

Die Stadt selber zeigte sich dann auch in etwa so wie man es sich von der kulturellen Hauptatraktion Cambodias erwarten kann-eben der gesamte Touri-Nap…naja darauf hatte ich mich im Laufe meines Trips eigentlich schon eingestellt, da bei vielen die Tempelstadt weit oben auf der „To-do-Liste“ stand.Immerhin war die Hotel-Infrastruktur sehr gut und man bekam, wenn man wollte ein Dorm-Bett fuer 1 USD und auch ansonsten viel fuer sein Geld. Am naechsten Tag ging es dann los. Wir loesten ein 3 Tages Ticket fuer jeweils 60 USD und gaben uns mal mit dem Tuk Tuk, mal mit dem Rad die volle Tempeldosis. Wir trafen Jetti wieder und lernten noch Karin kennen, die aus Bayern kam und uns noch davon ueberzeugte einen vierten Tag in der Stadt zu bleiben und den fuer seine Schnitzarbeiten bekannten, 20km ausserhalb liegenden Bantey Sraei Tempel zu besuchen, der zumindest meine Tempelbeduerfnisse fuer die naechsten paar Jahre befriedigte.

Schnitzarbeit

Schnitzarbeit

Allgemein kann man schon sagen, dass die Tempel von Ankor ein faszinierendes Beispiel frueher asiatischer Baukunst und Kultur sind, es jedoch schon einen stabilen Nervenstrang benoetigt sie alle zu besichtigen. Wir haben mitlerweile beschlossen unsere weitere Reise nicht in den wilden Nord-Osten des Landes fortzusetzen, der vom Tourismus noch nicht allzu erschlossen seien soll sondern in den Sueden um dort eventuell noch einen Nationalpark zu besuchen und zum naeherrueckenden Ende meiner Reise noch etwas Sonne am Strand zu tanken…

Feeling free at East-Mebon

Feeling free at East-Mebon

Bis Bald Lukas

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When we applied in Siem Reap our boat was captured by a horde of wild Tuk-Tuk drivers, who fumbled us, screamed at us and bared our way to get in any case the permission to drive us into town. When my mother than decided spontaneous to declare our choosen guesthouse as bad and started to gabble around with the drivers, who surrounded us at that moment cause we were the last tourists without driver, I almost got angry…

The town itselfe showed itselfe as you can expect it from the cultural main atraction of Cambodia- the whole tourist-thing…That was what I adjusted during my trip, as the temple town was a must-do thing to many.Anyhow the hotel-infrastructure was quite good and you could get a doritory-bed for 1 USD and also otherwise a lot for your money.We started the next day. We bought a 3 days ticket for 60 USD and had-sometimes on Tuk Tuk, sometimes on bike the full temple-dosage.We met Jettie again and get to know Karin, who came from Bavaria and made us stay a 4. day in Siem Reap, to visit the 20km beyond laying Banteay Srey temple which is known for his great carvings and which might have finally satisfied my temple requirements for the next years…

Generally you can say that the temples of Angkor are a great example for early asien architecture and culture but it requuires strong nerves to visit all of them. By the way, we decided not to continue our journey into the wild north-east of the country which should not be so touistic right now, but to go to the south, to relax my remaining time on the beaches and maybe to visit another nationalpark…

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